Wohnquartier und Zivilgesellschaft

Miteinander gestalten

Diakonie Deutschland startet Inklusionsprojekt für psychisch kranke Menschen

Wie finden Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen mehr Akzeptanz im Wohnquartier, in Kirchengemeinden oder Vereinen? Diesen Fragen geht ein vierjähriges Projekt der Diakonie Deutschland nach.

Wer psychisch schwer erkrankt ist, leidet nicht nur unter der Krankheit, sondern wird nach aktuellen Studien von der Gesellschaft weiter ausgegrenzt. Die Vorbehalte gegenüber Erkrankungen wie zum Beispiel Psychosen sind hoch. Menschen mit diesen Krankheitsbildern werden oft als störend wahrgenommen. Daran haben Aufklärungskampagnen und eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit bisher nicht viel ändern können.

Um zu zeigen, dass ein gemeinsames Zusammenleben in Wohnquartieren, Kirchengemeinden oder auch Vereinen gelingen kann, hat die Diakonie Deutschland mit Unterstützung der Aktion Mensch das Projekt „Wohnquartier und Zivilgesellschaft – Miteinander gestalten“ gestartet.

An fünf Modellstandorten – Bremen, Düsseldorf, Hörsel, Stuttgart, Wetzlar – werden ab Herbst 2015 gemeinsam mit zivilgesellschaftlichen Partnern wie Volkshochschulen, Kleinbetrieben oder kulturellen Anbietern Projekte für beispielhaftes Zusammenleben entwickelt und umgesetzt. Ziel ist es, gesellschaftliche Akzeptanz und Toleranz für Menschen mit schwer verlaufenden psychischen Erkrankungen zu schaffen. Diese Menschen können sich selbst und anderen fremd werden. Gefördert werden soll eine offene Nachbarschaft. Betroffene sollen vor allem darin gestärkt werden, ihre eigenen Belange wirkungsvoll zu vertreten.

Allen Modellstandorten ist gemeinsam, dass bei den geplanten Aktivitäten psychisch kranke Menschen, ihre Angehörigen und Experten beteiligt werden. Zusätzlich eingeladen sind auch interessierte Bürger, kommunale und lokale zivilgesellschaftliche Akteure im Bereich der Quartiersentwicklung, Vertreter von Kontakt- und Beratungsstellen für psychisch kranke Menschen sowie regionale Organisationen.

 

Die fünf Standorte in der Übersicht:

Verein für Innere Mission in Bremen – Bereich Psychosoziale Hilfen

Inklusionsprojekt in Bremen. Ziel: die Akzeptanz chronisch psychisch kranker/seelisch behinderter Menschen im Wohnquartier und der lokalen Zivilgesellschaft spürbar verbessern. Projekttitel: „Wohnquartier und Zivilgesellschaft – Miteinander gestalten“. Ansprechpartnerin für den Modellstandort in Bremen ist Gabriele Ravenborg-Natur: http://www.inneremission-bremen.de/psychosoziale_hilfen/leben_mit_psychischer_erkrankung/wohnheim_frida_buecker_haus/

 

 Graf Recke Stiftung – Sozialpsychiatrie & Heilpädagogik

Inklusionsprojekt in Düsseldorf. Ziel: die Akzeptanz chronisch psychisch kranker/seelisch behinderter Menschen im Wohnquartier und der lokalen Zivilgesellschaft spürbar verbessern. Projekttitel: „Wohnquartier und Zivilgesellschaft – Miteinander gestalten“. Ansprechpartner für den Modellstandort in Düsseldorf sind Petra Welzel und Reimund Weidinger: http://www.graf-recke-stiftung.de/projekt-willkommen.html

 

BODELSCHWINGH-HOF Mechterstädt e.V.

Inklusionsprojekt in Hörsel/Mechterstädt (Waltershausen). Ziel: die Akzeptanz chronisch psychisch kranker/seelisch behinderter Menschen im Wohnquartier und der lokalen Zivilgesellschaft spürbar verbessern. Projekttitel: „Wohnquartier und Zivilgesellschaft – Miteinander gestalten“. Ansprechpartnerinnen für den Modellstandort in Mechterstädt sind Christina Reinhardt und Cornelia Peterseim: http://www.bodelschwinghhof.de/kontakt/bereich-sozialpsychiatrie/

 

Gemeindepsychiatrisches Zentrum Stuttgart-Vaihingen (Evangelische Gesellschaft Stuttgart e.V.)

Inklusionsprojekt in Stuttgart-Vaihingen. Ziel: die Akzeptanz chronisch psychisch kranker/seelisch behinderter Menschen im Wohnquartier und der lokalen Zivilgesellschaft spürbar verbessern. Projekttitel: „Wohnquartier und Zivilgesellschaft – Miteinander gestalten“. Ansprechpartnerin für den Modellstandort in Stuttgart ist Birgit Claaßen: http://www.eva-stuttgart.de/ehrenamt-gpz-vaihingen.html

 

Diakonie Lahn Dill – Diakonisches Werk / Stephanus Werk e.V.

Inklusionsprojekt in Wetzlar (Solms-Niederbiel). Ziel: die Akzeptanz chronisch psychisch kranker/seelisch behinderter Menschen im Wohnquartier und der lokalen Zivilgesellschaft spürbar verbessern. Projekttitel: „Wohnquartier und Zivilgesellschaft – Miteinander gestalten“. Ansprechpartner für den Modellstandort in Wetzlar ist Wolfgang Muy: http://www.diakonie-lahn-dill.de/sites/ueber_diakonie.php